Andreas Baader (1943-1977)

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Andreas Baader (1943-1977)

Andreas Bernd Baader war wohl einer der bekanntesten Terroristenführer der 1970er Jahre und ist bis heute bekannt. Geboren am 6. Mai 1943 in München, war Baader ein früher Anführer der deutschen Terrorgruppe der Roten Armee Fraktion (RAF), auch bekannt unter dem Namen ihrer beiden Anführer der Baader-Meinhof-Bande. Im Gegensatz zu den meisten anderen RAF-Mitgliedern hat Baader keine Universität besucht, war aber in der Schule leistungsschwach und in kriminelle Handlungen verwickelt, bevor er in die RAF eintrat. Er war ein Nervenkitzel, der von der Kriminalität und der Gewalt angezogen wurde, die ihm der Beitritt zu einer solchen Gruppe bieten konnte.

1969 wurden Baader und seine damalige Freundin Ensslin wegen eines Brandanschlags auf ein großes Kaufhaus in Frankfurt gefasst und verurteilt. Im Mai 1970 durfte Baader ohne Handschellen in einer örtlichen Bibliothek in der Nähe des Gefängnisses studieren. Mit Hilfe der Journalistin Ulrike Meinhof, zweier weiterer Frauen und eines maskierten Schützen gelang Baader die Flucht. Auf der Flucht wurde ein Bibliothekar erschossen und schwer verletzt. Nach diesem Ereignis erhielt die Gruppe den Spitznamen Baader-Meinhof-Bande.

Nach seiner Flucht reiste Baader mit einigen anderen Mitgliedern der Bande nach Jordanien, um in einem Trainingslager der Fatah-Terroristen ausgebildet zu werden. Ihr Aufenthalt wurde aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit ihren Gastgebern abgebrochen. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland führte die Bande eine Reihe von Banküberfällen durch, um an die benötigten Ressourcen zu gelangen, oft mit BMW-Autos als Fluchtfahrzeug. Zwischen 1970 und 1972 führten sie auch mehrere Bombenanschläge durch. Am 1. Juni 1972 ging Andreas Baader das Glück aus und er und zwei weitere Bandenmitglieder wurden nach einem langen Feuergefecht in Frankfurt gefangen genommen. Zwei Jahre später starb einer der Banden Holger Meins im Hungerstreik.

Baaders Prozess (der teuerste und längste in der deutschen Geschichte) dauerte von 1975 bis 1977 und fand aus Sicherheitsgründen in der Justizvollzugsanstalt Stammheim statt. Baader und seine Bande halten ihre Zellen dreckig, damit der Gestank jede Durchsuchung durch das Gefängnispersonal verhindert. Der Philosoph Jean-Paul Sartre besuchte Baader in dieser Zeit, war aber von dem schmutzigen und aggressiven Terroristenführer wenig beeindruckt. Während des Zeitraums verübten andere Mitglieder der RAF verschiedene Terroranschläge, darunter Entführungen und Entführungen, um Baader und andere Bandenmitglieder freizulassen.

Am 18. Oktober 1977 wurden Andreas Baader und ein weiteres Bandenmitglied, Jan-Carl Raspe, tot in ihren Gefängniszellen gefunden, getötet durch Schüsse, während Baaders ehemalige Freundin tot in ihrer Zelle erhängt aufgefunden wurde. Ein viertes Mitglied war erstochen worden, überlebte aber (Meinhof war 1976 gestorben). Kontroverse um den Tod der Bande. Die offizielle Untersuchung behauptete, dass sie Teil eines Selbstmordpakts waren, aber die überlebenden Mitglieder behaupten, sie seien von den deutschen Behörden getötet worden. Es erscheint seltsam, dass die Bande Feuerwaffen beschaffen und sie nachts aufeinander anwenden konnte, ohne die Aufmerksamkeit der Wache zu erregen und ohne zu versuchen, zu fliehen. Der Tod der Bande folgte kurz nach einer Anti-Terror-Operation durch deutsche Spezialeinheiten, die eine Entführung durch andere Mitglieder der Bande beendete.

Die Geschichte nahm im November 2002 eine bizarre Wendung. Nach ihrem Tod wurden die Gehirne der Bandenführer für wissenschaftliche Untersuchungen entfernt, die Kinder von Ulrike Meinhof beantragten dann, die Gehirne zur Bestattung zurückzugeben, nur um zu erfahren, dass die Gehirne verschwunden waren . Es ist klar, dass die Gehirne in das Neurologische Forschungsinstitut der Universität Tübingen gebracht wurden, aber möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt gestohlen oder versehentlich zerstört wurden. Die Bande übte auf viele eine Faszination aus und es gab Vorwürfe, dass eine Totenmaske von Andreas Baader nach seinem Tod von einem medizinischen Team angefertigt wurde. Es ist klar, dass die gewalttätige Bande und ihr ikonischer Anführer auf der ganzen Welt ein beliebtes Thema bleiben.