Schlacht bei Fehrbellin, 18./28. Juni 1675

Schlacht bei Fehrbellin, 18./28. Juni 1675


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Schlacht bei Fehrbellin, 18./28. Juni 1675

In der Schlacht bei Fehrbellin besiegte Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen, eine schwedische Armee unter Karl Gustav Wrangel, die Ende 1674 in Brandenburg eingedrungen war (Schönenkrieg). Friedrich Wilhelm hatte auf die Invasion mit einer Politik der verbrannten Erde reagiert, indem er alle Lebensmittel aus den Gebieten entfernte, durch die die Schweden marschierten, und seinem Volk befahl, jeden Kontakt mit den Eindringlingen zu vermeiden. Diese Politik funktionierte, und im Mai 1676 berichtete Wrangel, dass sich seine Männer über Brotmangel beschwerten. Dies zwang ihn, seine Armee, die zu Beginn der Invasion nur 13.000 Mann stark gewesen war, aufzuteilen. Im Juni 1675 war er westlich von Berlin mit dem größten Teil seiner Armee bei Alt-Brandenburg an der Havel und einer Abteilung unter seinem Halbbruder Volmar nördlich bei Havelsberg.

Friedrich Wilhelm entdeckte die Lücke und verlegte seine Armee nach Rathenow, wobei er eine intakte Brücke über die Havel blockierte. Wrangel befahl Volmar, nach Osten zu kreisen und eine Brücke bei Fehrbellin zu überqueren, aber diese Brücke war zerstört worden. Während die Schweden die Brücke reparierten, kamen die Brandenburger von Westen und bezogen eine starke Position auf einer höheren Ebene mit Blick auf die schwedische Position. Trotz dieser starken Position konnten die Brandenburger den Schweden keine schwere Niederlage zufügen. Während der schwedische rechte Flügel den brandenburgischen Angriff abwehrte, konnte der Rest des Heeres eine improvisierte Brücke überqueren, gefolgt vom rechten, der dann den Rückzug deckte. Die Schweden verloren 600 Mann in der Schlacht, aber die beiden Teile der Armee konnten sich wieder vereinen.

Friedrich Wilhelm verwandelte den kleinen Sieg der Relativitätstheorie bei Fehrbellin in einen großen Publicity-Triumph. Es hatte katastrophale Folgen für Schweden und ermutigte Kaiser Leopold, die Holländer und die Dänen, sich an den Kämpfen zu beteiligen. Es war jedoch nicht so entscheidend, wie es manchmal dargestellt wird – die schwedische Position in Pommern brach nicht sofort zusammen, und ihr letztes Standbein in Deutschland, in Greifswald, 160 Meilen nördlich von Berlin, fiel erst im November 1678, nur um zu sein im Frieden von St. Germain (29. Juni 1679) nach Schweden zurückgekehrt.


Fehrbellin

Fehrbellin ist eine Gemeinde in Deutschland, liegt 60 km nordwestlich von Berlin. Es hatte 9.310 Einwohner (Stand 2005), ist aber seitdem auf 8.606 Einwohner im Jahr 2012 zurückgegangen.


Schlacht bei Fehrbellin, 18./28. Juni 1675 - Geschichte

Von Louis Ciotola

Fast zweieinhalb Jahrhunderte lang feierte Preußen den 28. Juni als eine Art Geburtstag. An diesem Tag 1675 gelang den Preußen der Beginn ihrer stolzen Militärtradition. Das Land hieß damals Brandenburg und wurde von einem Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches, Friedrich Wilhelm, regiert. Als kleiner Akteur auf einem europäischen Kontinent, der sich noch immer vom verheerenden Dreißigjährigen Krieg erholte, standen Brandenburg und sein Kurfürst im Begriff, die Geschichte zu ändern.

Konfrontiert mit einer Invasionsarmee aus Schweden, einer der führenden Mächte der Zeit, bereiteten sich die Brandenburger in der kleinen Stadt Fehrbellin nordwestlich von Berlin zum Kampf vor. Sie waren dort, um über die Zukunft ihres Staates zu entscheiden. Der Sieg versprach ein beispielloses Wachstum, während die Niederlage fast sicherstellte, dass Brandenburg eine kleinere Einheit bleiben würde, nicht größer als viele andere in ganz Deutschland. Auf der anderen Seite der Linien standen auch die Schweden am Scheideweg. Ihr mächtiges Imperium wurde über das hinaus erweitert, was seine mageren Ressourcen verteidigen konnten, und sie kämpften um eine schwache Vormachtstellung in Nordeuropa. Für beide Seiten war klar, dass, sobald sich der Rauch bei Fehrbellin auflöste, eine große Verschiebung des europäischen Machtgleichgewichts eintreten würde.

Der Sonnenkönig Friedrich Wilhelm und der junge König Karl XI

Zweifellos war Frankreich unter dem großen „Sonnenkönig Ludwig XIV.“ im dritten Viertel des 16. Jahrhunderts die dominierende Macht in Europa. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 hatte sich Frankreich zum stärksten Königreich des Kontinents entwickelt, was es unvermeidlich machte, dass der ehrgeizige Ludwig für die kommenden Jahre das Auf und Ab der europäischen Politik diktieren würde. In den folgenden Konflikten kämpften Staaten entweder mit Frankreich oder gegen es. Der Kampf an der Seite Ludwigs XIV. bot den Luxus, mit dem mächtigsten Monarchen Europas verbündet zu sein, brachte aber auch die Gefahr mit sich, ein bloßer französischer Satellit zu werden. Tatsächlich war der Widerstand gegen die mächtigen Armeen Frankreichs eine Katastrophe. Wenn jedoch der Sieg irgendwie errungen werden konnte, waren die Aussichten, das Prestige und den Einfluss zu steigern, enorm. Als Louis 1672 einen Eroberungskrieg gegen die niederländische Republik begann, mussten zwei sehr unterschiedliche Staaten diese schwierige Entscheidung treffen.

Der größere dieser Staaten, Schweden, besaß als französischer Verbündeter bereits eine starke Tradition. Das Bündnis zwischen Schweden und Frankreich hatte die wachsende Macht der Habsburger während des Dreißigjährigen Krieges gebremst. Der daraus resultierende Westfälische Vertrag hatte die schwedische Kontrolle über das Baltikum ausgeweitet, vor allem in Deutschland, wo Schweden einen großen Teil von Pommern erhielt. Der anschließende militärische Erfolg Schwedens gegen seine Nachbarn ermöglichte dem schwedischen Königreich eine weitere Expansion. 1672 stellte die Größe des Reiches den jungen König Karl XI. vor ein Dilemma. Schwedens akuter Mangel an Ressourcen und Mitteln machte seine jüngsten Eroberungen äußerst anfällig. Nur durch ständige Expansion konnte es sich selbst schützen, aber mit einer friedlich gesinnten Regierung, die über den jungen König wachte, war eine Eroberung keine Option. Die Schweden mussten hart arbeiten, um ihren Besitz zu erhalten, insbesondere in Deutschland, wo Pommern und andere Gebiete als zusätzliche Front gegen potenzielle Angreifer dienten. Angesichts ihrer verheerenden Finanzkrise war es offensichtlich, dass die Schweden Hilfe von außen brauchen würden, wenn sie alle Teile ihres Imperiums behalten wollten.

Der andere Staat war am anderen Ende des Spektrums. Brandenburg war ein armes Territorium im Nordosten des Heiligen Römischen Reiches. Abgesehen von seinem Status als Kurfürstentum des Reiches hatte es nur wenige Besitztümer und fast keinen Einfluss. Ihr derzeitiger Herrscher, Kurfürst Friedrich Wilhelm, der während des Dreißigjährigen Krieges an die Macht gekommen war, hatte die Demütigung erlitten, dass er Fremde nicht daran hindern konnte, durch seine Ländereien zu marschieren und sie zu verwüsten. Er suchte verzweifelt nach Abhilfe. Seiner Meinung nach bestand die einzige Lösung darin, ein beeindruckendes Militär zu schaffen, das mit den europäischen Großmächten um ihn herum konkurrieren konnte. Einige Jahre zuvor, 1667, hatte er seinem Sohn dies klar gemacht und betont, dass ein Staat nur durch die Führung einer starken Armee „erheblich“ werden könne.

In den folgenden Jahren hatte Friedrich Wilhelm Schritte in diese Richtung unternommen. Nach einer kurzen tatarischen Invasion in seinem östlichsten Gebiet Preußens konnte der Kurfürst das Geld für eine stehende Friedensarmee aufbringen. Diese Armee, umfassend gedrillt und brutal diszipliniert, war talentiert genug, um viele Zeitgenossen in Deutschland auf sich aufmerksam zu machen, obwohl sie noch viel zu klein war, um sich den Respekt ihrer größeren europäischen Nachbarn zu verdienen. Brandenburg verfügte nun über ein Offizierskorps, das an die Interessen des Staates gebunden war und nicht nur als Söldnergruppe diente, die sich um ihre eigene Karriere und ihren finanziellen Gewinn bemühte.

Als Novum in dieser Zeit legte Friedrich Wilhelm Wert darauf, in Kriegszeiten seine Offiziere zu konsultieren. Brandenburg war auf dem besten Weg, eine Armee zu bilden, die schließlich jeden Gegner herausfordern würde. Allein konnte sie ihre Ziele jedoch kaum erreichen. 1672 blieb es für Brandenburg unabdingbar, sich in Bündnisse mit außenstehenden Mächten zu binden, die bereit waren, die für die Existenz eines erweiterten Militärs notwendigen Subventionen bereitzustellen. In diesem Jahr fiel Friedrich Wilhelm die Möglichkeit in den Schoß, solche Subventionen zu erwerben und die neue Armee im Einsatz zu testen.

Leopold gegen Ludwig XIV. einsetzen

Der Kurfürst war kein Freund Frankreichs. Er sah Ludwig XIV. als eine ständig drohende Bedrohung für Deutschland. Als eine französische Armee Holland angriff und den französisch-niederländischen Krieg auslöste, versprach Friedrich Wilhelm der niederländischen Republik schnell seine Unterstützung. Seine Dienste hatten jedoch ihren Preis. Die wohlhabenden Holländer, die dringend Verbündete brauchten, waren nur allzu bereit, ihn aufzunehmen und stimmten zu, die Hälfte der 20.000 Mann starken Brandenburger Armee zu bezahlen. Aber die Aussicht, sich allein der unbeugsamen französischen Kriegsmaschinerie zu stellen, war entmutigend. Zum Glück für Friedrich Wilhelm tauchte mit den österreichischen Habsburgern ein starker Verbündeter auf, um auch die Franzosen herauszufordern. Der Kurfürst hatte daran gearbeitet, den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Leopold zu überzeugen, sich ihm im Kampf gegen Ludwig anzuschließen, und er freute sich, als der Kaiser unter Raimondo Montecuccoli, einem talentierten Feldherrn und Helden des Dreißigjährigen Krieges, eine Armee an den Rhein entsandte.

Im Gegensatz zum Kurfürsten ließ sich Leopold von französischen Waffen einschüchtern und hatte wenig Interesse daran, die belagerten Holländer zu retten. Der Kaiser wollte nur Deutschland schützen und befahl Montecuccoli diesem Wunsch entsprechend, konservativ zu handeln und den Feind nur zu bekämpfen, wenn der Sieg gesichert war. Er teilte Louis sogar heimlich mit, dass er die österreichische Armee hinter dem Rhein halten werde. Obwohl er sich der Haltung Leopolds durchaus bewusst war, war Friedrich Wilhelm zuversichtlich, Montecuccoli zum Handeln bewegen zu können. Außerdem hatte er keine andere Wahl, als sich mit den Österreichern zusammenzuschließen, wenn er eine Chance zum Kampf haben wollte - der Versuch, allein gegen die Franzosen zu kämpfen, wäre nichts anderes als Selbstmord.

Friedrich Wilhelm erwartete, dass die Niederländer noch lange durchhalten würden, aber als die Republik im Verlauf eines blitzschnellen Feldzugs fast vollständig von Frankreich absorbiert wurde, wurde die Notwendigkeit, entschlossen zu handeln, immer dringender. Der Kurfürst bat seinen österreichischen Verbündeten, gegen Henri Turenne, den großen französischen General, der die feindlichen Truppen in Westfalen anführte, vorzugehen, aber Montecuccoli weigerte sich, nachzugeben. Mit wachsender Frustration versuchte Friedrich Wilhelm, die Österreicher in den Krieg zu drängen und sie davon zu überzeugen, dass er als Kurfürst des Reiches das Oberkommando hatte. Es gelang ihm, die Armee nach Westfalen zu führen, aber Turenne war nicht bereit, zu kämpfen und sich überstürzt zurückzuziehen. Kurz darauf erlangte Montecuccoli die Kontrolle über seine eigene Armee zurück und beendete die kurze Offensive. Infolgedessen litt die alliierte Armee, die untätig blieb, schrecklich unter dem Mangel an Proviant.

Entgegen dem Anschein war Montecuccoli über seine Befehle sehr verärgert. Wie Friedrich Wilhelm zog er es vor, anzugreifen, aber der Kaiser hatte ihm die Hände gebunden. Schließlich konnte der alte Veteran seine unehrenhafte Rolle nicht mehr wahrnehmen und verließ das Feld. Sein Nachfolger, Alexander Graf von Bournonville, war bereit, die Verteidigungsposition der Alliierten aufrechtzuerhalten und zog sich nach einer kurzlebigen französischen Offensive sogar zurück. Friedrich Wilhelm war wütend. Er schrieb verärgert an Leopold: "Ich fürchte, die Franzosen werden uns folgen und mein Land wird völlig zerstört und meine Festungen verloren gehen, und ich muss einen demütigenden Frieden schließen." Es war keine leere Drohung. Da seine österreichischen Verbündeten nun fast vollständig aus dem Bild waren, brach der elende Kurfürst zusammen und bat Ludwig Anfang 1673 um Frieden.

Trotz fehlender österreichischer Unterstützung und schwindender niederländischer Subventionen war die Entscheidung immer noch schwer. Friedrich Wilhelm war von Bestürzung überwältigt. Ein Jahr zuvor war er in Hochstimmung durch Deutschland marschiert, aber jetzt, ganz allein, hatte er keine andere Wahl, als den Krieg aufzugeben. Louis hingegen war überglücklich, als einer seiner Feinde die französische Vormachtstellung akzeptierte, und stimmte dem Friedensangebot des Kurfürsten schnell zu. Anschließend schmiedeten beide Seiten den Frieden von Vossem, in dem Ludwig von Brandenburg nichts verlangte und sogar Zuschüsse an die Wähler versprach, ein offensichtlicher Versuch, einen Wiedereinstieg in den Konflikt zu verhindern.

Den Frieden von Vossem brechen

Obwohl Friedrich Wilhelm relativ unbeschadet einer potenziell tödlichen Situation entkommen war, konnte er das Gefühl der Schande nicht loswerden, das er durch die Unterzeichnung des Friedens von Vossem erlebte. Innerhalb von Monaten nach dem Vertrag suchte er nach einer Entschuldigung, um ihn zu brechen. Bereits die Franzosen lieferten die versprochenen Subventionen nicht, und als Montecuccoli wieder die Kontrolle über die österreichische Armee übernahm und tatsächlich in die Offensive ging, beschloss der Kurfürst, seinen Krieg mit Frankreich wieder aufzunehmen. Louis wiederum drang in Deutschland ein und wurde zu einer noch größeren Bedrohung.

Eine zunehmende Bedrohung seiner Hintertür durch Schweden tat Friedrich Wilhelms Kriegsbegeisterung nichts aus. Seit 1672 bezahlte Ludwig die Schweden, um eine Armee von 16.000 Mann in Pommern zu unterhalten, nur um Brandenburg einzuschüchtern, aber Friedrich Wilhelm fühlte sich von ihnen wenig zu befürchten. Vorerst lag er mit dieser Annahme richtig. Schweden hatte kein Interesse daran, mit Brandenburg in den Krieg zu ziehen. Tatsächlich hatten schwedische Gesandte eifrig geholfen, die Bedingungen des Friedens von Vossem auszuhandeln. Um sicher zu gehen, schloss Friedrich Wilhelm jedoch einen Nichtangriffspakt mit den Schweden, bevor er sich erneut in den Krieg mit Frankreich stürzte.

“Um den Königen den Respekt zu lehren, den sie haben sollten”

Trotz des neuen Paktes war die Position des Kurfürsten immer noch gefährlich. Es gab keine Garantie, dass die Österreicher und die Niederländer seine Rückkehr begrüßen würden. Die Österreicher waren sich der Absichten des Kurfürsten nicht sicher und befürchteten, dass Brandenburg die Sache wieder aufgeben würde, während die Niederländer wenig Grund zu der Annahme hatten, dass eine neue Offensive ihrer Mittel wert war. Am Ende mussten die Niederländer dieses Risiko eingehen und einigten sich darauf, die brandenburgische Armee wieder teilweise zu subventionieren. Am 1. Juli 1674 trat Friedrich Wilhelm offiziell wieder der Koalition gegen Frankreich bei und marschierte mit 16.000 Mann zurück in Richtung Rhein. Der Kurfürst trat zum zweiten Mal ebenso enthusiastisch in den Krieg ein wie beim ersten und erklärte stolz, er sei gekommen, „um den Königen den Respekt zu lehren, den sie vor den Kurfürsten des Reiches haben sollten“. Wie sich herausstellte, war der Wähler erneut zu optimistisch. In den ersten Monaten unabhängig agierend, waren die Brandenburger zu schwach, um Turenne zu schlagen. Als sie sich im Oktober auf die Wiedervereinigung mit den Österreichern einigten, war Montecuccoli zum zweiten Mal in ebenso vielen Jahren in den Ruhestand gegangen, nur um wieder durch den trägen Bournonville ersetzt zu werden.

Wie in seiner vorherigen Kampagne weigerte sich Bournonville, obwohl er Turenne zahlenmäßig überlegen war, in die Offensive zu gehen. Auch als sich die Chance auf einen entscheidenden Sieg bei Marlenheim bot, zögerte der österreichische Kommandant. Friedrich Wilhelm, zusammen mit seinem vertrauenswürdigsten General, dem Österreicher Georg von Derfflinger, bat Bournonville, Maßnahmen zu ergreifen, aber ohne Erfolg. Stattdessen behauptete der vom Kaiser gewählte General, seine Truppen seien erschöpft, eine völlig absurde Behauptung angesichts der völligen Trägheit der Armee während der vorangegangenen Wochen. Wütend nahmen die Brandenburger es auf sich, Turenne unabhängig anzugreifen, aber ohne die Unterstützung ihrer Verbündeten konnten sie nichts erreichen.

Ähnliches geschah im Oktober in der Nähe von Straßburg, wo die Brandenburger die Franzosen angriffen, aber erneut scheiterten, als die Österreicher den Angriff nicht unterstützten. Diesmal kostete es Friedrich Wilhelms eigenen Sohn Carl Emil das Leben. Die größte Katastrophe ereignete sich jedoch in diesem Winter bei Turkheim, wo Turenne einen Überraschungsangriff gegen eine alliierte Streitmacht startete, die jetzt akut unter Nahrungsmittel- und Versorgungsengpässen litt, die direkt durch ihre Untätigkeit verursacht wurden. Obwohl die Brandenburger tapferen Widerstand leisteten, verdarb Bournonvilles Entscheidung, sich am nächsten Tag zurückzuziehen, anstatt die Schlacht zu erneuern, die erstaunliche Leistung der Männer des Kurfürsten. Erschwerend kam hinzu, dass die Österreicher immer wieder Friedrich Wilhelm für den düsteren Ausgang der Kampagne verantwortlich machten. Als sie sich Ende 1674 in den Winterquartieren niederließen, waren die Geister der Brandenburger und ihres Herrschers fast zerdrückt. Es würde einem Wunder gleichkommen, sie wiederzubeleben.

Schweden bricht den Nichtangriffsvertrag

Dieses Wunder sollte geschehen. Zwei Jahre zuvor hatte Schwedens Kanzler Magnus de la Gardie das Reich zu einem Bündnis mit Frankreich gedrängt. Er hatte überzeugend argumentiert, dass Schweden dringend Bargeld brauchte und dass es sein verhasster Rivale Dänemark an seiner Stelle tun würde, wenn es sich nicht mit Frankreich erklären und nach Geldern greifen würde. Gleichzeitig hatte der junge und beeindruckende König Karl XI. gerade das Alter der Legitimität erreicht und übernahm die Macht von einer Regentschaftsregierung. Unwillig, den verachteten Dänen etwas zu opfern, akzeptierte Karl den Rat seines Kanzlers, beschränkte jedoch das Ausmaß des schwedischen Engagements auf die Erhaltung einer starken Garnison in Pommern. Niemand in Schweden wollte unnötige Risiken eingehen. In der zweiten Hälfte des Jahres 1674 machte jedoch eine Kombination aus logistischen Schwierigkeiten und französischem Druck einen ungewollten Krieg mit Brandenburg immer wahrscheinlicher.

Louis wurde in der Tat ungeduldig mit seinem nördlichen Verbündeten, da er den Verdacht hatte, dass die Schweden sich damit begnügten, egoistisch seine Kassen zu leeren, ohne einen Finger zu rühren, um ihm zu helfen. Der französische Monarch hatte in Turkheim die Geschichten von Brandenburger Grit gehört und bezweifelte, dass der Kurfürst bereitwillig den Krieg ein zweites Mal verlassen würde. Ludwig drängte folglich die Schweden, in Brandenburg einzufallen, um Friedrich Wilhelm vom Rhein wegzuziehen.

Obwohl Karl XI. ein Kriegsliebhaber war, wollte er der französischen Forderung nicht nachkommen. Unglücklicherweise für den jungen König rief die Realität vor Ort seine Hand. Angesichts des ernsten Zustands seines überdehnten Reiches waren mehr französische Subventionen unumgänglich. Besonders schlimm war die Lage in Deutschland, wo die Kosten für die Versorgung der schwedischen Garnisonsarmee in Pommern zu hoch geworden waren. Es wurde bald klar, dass die Armee, um zu überleben, in Brandenburg vorrücken und beginnen musste, sich mit Gewalt zu versorgen. Nachdem er so lange wie möglich gezögert hatte, gab Charles endlich den Befehl, in die Offensive zu gehen. Es war Weihnachten 1674.

Karl Gustav Wrangel, ein berühmter Held des Dreißigjährigen Krieges, führte die 20.000 Mann der schwedischen Armee von Pommern nach Brandenburg. An die Verletzung des Nichtangriffsvertrages mit Brandenburg dachten die Schweden kaum, da sie eine militärische Notwendigkeit sahen. Der Zeitpunkt für den Krieg war ideal. Friedrich Wilhelm hatte seine Kräfte ausgereizt, um gegen Frankreich zu kämpfen, und Brandenburg war praktisch wehrlos. Nur der Schwager des Kurfürsten, John George, Prinz von Anhalt-Dessau, blieb übrig, um mit der überraschenden schwedischen Invasion zu kämpfen. Er konnte nichts anderes tun, als Wrangel demütig aufzufordern, umzukehren. Natürlich dachten weder Wrangel noch sein jüngerer Bruder Waldemar, der wegen des wiederkehrenden Gichtfalls des Älteren zeitweise die Armee kontrollierte, auch nur daran, der Bitte nachzukommen. Stattdessen schwärmten die Schweden ohne ernsthaften Widerstand über Brandenburg aus, um das Land zu plündern und ihre Armee aufzufüllen.

Die darauf folgende Verwüstung reichte bis vor die Tore Berlins. Langsam machte sich die schwedische Armee auf den Weg in Richtung Elbe. Friedrich Wilhelm lagerte mit seiner Armee tief in Franken, als ihn Anfang Januar die Nachricht von der schwedischen Invasion erreichte. Er war zuvor davon ausgegangen, dass Schweden aufgrund der Spaltungen innerhalb seiner Regierung und der Stärke der niederländischen Flotte von einem solchen Schritt Abstand nehmen würde. Er lag falsch. Sein Glück bezüglich einer ungewollten zweiten Front war endlich zu Ende, aber Friedrich Wilhelm war nicht entmutigt, sondern begeistert. Als der Kurfürst hörte, was passiert war, frohlockte: "Ich kann damit ganz Pommern erobern."

Der schwedische Einfall bot ihm eine ausgezeichnete Entschuldigung, seine wertlosen Verbündeten am Rhein zurückzulassen und sich den kriegerischen Ruhm zu erringen. In diesem Winter war die Armee jedoch schlecht auf den Marsch vorbereitet. Außerdem bedurfte es gewisser diplomatischer Maßnahmen, bevor sie die Schweden vertrauensvoll angreifen konnte, nämlich Verhandlungen mit der niederländischen Republik über Seehilfe gegen die schwedische Flotte. Eine weitere Verzögerung des Prozesses war ein plötzlicher Gichtanfall, der Friedrich Wilhelm daran hinderte, Den Haag bis Mai zu erreichen. Zum Glück für ihn waren die Schweden nicht in der Stimmung, ihren Vorteil auszunutzen.

Die Gefangennahme von Rathenow

Als der Kurfürst schließlich die Holländer um Hilfe bat, stimmten sie zu, ihre Flotte in die Ostsee zu entsenden, um die Schweden herauszufordern. Eine Bitte um Unterstützung an die Österreicher erwies sich jedoch als sinnlos. Erwartungsgemäß wollte der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches bei der Verteidigung Brandenburgs nichts von seinem Heer opfern. Trotzdem waren die Ergebnisse insgesamt zufriedenstellend, und am 5. Juni brachen die Brandenburger auf, um der schwedischen Bedrohung zu begegnen. Friedrich Wilhelm reiste mit der Infanterie, während der erfahrene Derfflinger das Oberkommando übernahm. Die Armee marschierte in drei Abschnitten: die linke unter Prinz Friedrich II. von Hessen-Homburg, die rechte unter der Führung von General Joachim Ernst von Gortzke und die Mitte unter der Leitung von Derfflinger.

Der Marsch war ein überwältigender Erfolg. Obwohl sie den gewaltigen Thüringer Wald durchqueren mussten, der nach den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges noch relativ dürftig war, bewegten sich die Brandenburger schnell und legten in 20 Tagen fast 200 Meilen zurück. Es war eine bemerkenswerte Truppenkoordination, und die brandenburgischen Generäle führten den Umzug so heimlich durch, dass sie am Zielort von den Schweden noch völlig unentdeckt waren. Die hiesigen Bauern entlang der Straße wussten jedoch sehr wohl, dass ihr Herrscher zurückkehrte, und feierten stolz mit Transparenten, auf denen stand: „Wir sind nur Bauern, und wir haben wenig Land, aber wir geben unser Blut fröhlich für unseren Herrn.“

Die Brandenburger fanden die Schweden über vier Meilen entlang der Havel von Havelberg im Norden bis Alt-Brandenburg im Süden verteilt. Der ältere Wrangel kommandierte im Norden, während Waldemar die schwedischen Truppen in Alt-Brandenburg führte. Im schwedischen Rücken lag ein Konglomerat von großen Sümpfen - ein gewisser Nachteil, wenn ein plötzlicher, eiliger Rückzug notwendig war. Branderburger Spionen zufolge hatten die Schweden keine Ahnung, dass das kurfürstliche Heer so nah herangekommen war. Ohne sich der Umstände bewusst zu sein, konzentrierte sich die schwedische Armee ausschließlich auf Garnisonsaufgaben und das brutale Geschäft, die zahlreichen Bauernaufstände in der Gegend niederzuschlagen.

Friedrich Wilhelm war fest entschlossen, die schwedische Ignoranz zu seinem Vorteil zu nutzen. Er schmiedete eine Strategie, bei der er das Städtchen Rathenow, das direkt zwischen Havelberg und Alt-Brandenburg liegt, schnell erobern und die schwedische Armee in zwei Teile spalten würde. Da er wusste, dass der Erfolg ausschließlich vom Überraschungsmoment abhing, bereitete er sich vor, sich mit großer Geschwindigkeit zu bewegen, und entschloss sich daher, nur mit seiner Kavallerie und so viel Infanterie vorzurücken, wie auf verfügbaren Wagen verladen werden konnte. Die Schlagkraft belief sich auf 6.000 Kavallerie und 1.200 Fuß. Der Rest der Armee würde folgen und aufholen, wenn er konnte.

Am 25. Juni brachen die Brandenburger nach Rathenow auf. Durch den Schlamm eines grellen Regens stapfend, erreichten sie um Mitternacht die Tore der Stadt. Indem er vorgab, eine schwedische Kolonne zu führen, gelang es Derfflinger, die Wachen dazu zu bringen, die Tore zu öffnen, woraufhin die Brandenburger durchströmten. Mit großer Wut schwärmten die Angreifer durch die Stadt und erwischten die überwiegende Mehrheit der Schweden schlafend in ihren Betten. Völlig verwirrt wurden die Verteidiger entweder getötet oder gefangen genommen, und die Stadt fiel bald. Die gesamte Operation kostete Friedrich Wilhelm nur 15 Mann.

Die Schlacht von Fehrbellin

Als die Gebrüder Wrangel von dem unerwarteten Angriff hörten, schätzten sie schockiert von der Überraschung die Zahl von Rathenows Angreifern falsch ein. Da die angreifenden Brandenburger viel stärker waren, als sie tatsächlich waren, entschieden sich die Wrangels gegen einen Gegenangriff auf Rathenow und entschieden sich für den Rückzug. Genau das hatte Friedrich Wilhelm erwartet, er befahl bereits seiner siegreichen Kavallerie vorzurücken, um den schwedischen Rückzug abzuschneiden. Derfflinger widersetzte sich der Strategie und argumentierte, dass seine Reiter vom Marsch und dem Angriff auf Rathenow zu erschöpft seien, aber der Kurfürst, unterstützt von Prinz Friedrich, überstimmte ihn und betonte die Notwendigkeit eines entschlossenen Feldzugs.

Als loyaler Soldat ließ Derfflinger seinen Einwand fallen und machte sich sofort auf den Weg. Sein Ziel war Waldemars Kontingent, das Alt-Brandenburg verlassen hatte und ostwärts in Richtung der Kleinstadt Fehrbellin am Rhein unterwegs war, wo die Schweden ihre Kräfte wiedervereinigen wollten. Derfflinger war sich bewusst, dass Fehrbellin der einzig geeignete Ort war, um die Sümpfe zu durchqueren, und wusste genau, welche Route der jüngere Wrangel nehmen würde. Die brandenburgische Kavallerie stürmte vorwärts in der Hoffnung, Waldemar bei Nauen abzuschneiden, aber der Feind erwies sich als zu schlüpfrig und war bereits vorbeigezogen. Es wäre an einer anderen Gruppe Brandenburger, die auf Fehrbellin selbst zuraste, um die schwedische Flucht zu blockieren.

Die brandenburgischen Truppen, die auf Fehrbellin zurasten, bestanden unter der Führung von Oberst Joachim Henning aus nur 130 Reitern. Ihr Ziel war es, dem Feind auszuweichen, sie in die Stadt zu schlagen und die einsame Brücke der Stadt zu zerstören und so den schwedischen Rückzug zu durchtrennen. Am Ziel angekommen, zündete die Razzia die Brücke sofort an, doch die Zerstörung hatte kaum begonnen, als die Schweden früh am 28. Juni eintrafen. Waldemar fand die Brücke schwelend, aber noch sehr intakt vor. Es bedurfte nur kleiner Reparaturen, bevor es überquert werden konnte. Friedrich Wilhelm hatte nicht die Absicht, dafür die nötige Zeit zur Verfügung zu stellen, und erklärte selbstbewusst: „Wir sind dem Feind so nahe, dass er seine Haare oder seine Federn verlieren muss.“

Waldemar wusste, dass die brandenburgische Hauptarmee in der Nähe war, aber er fürchtete keinen Angriff. Er vermutete richtig, dass Friedrich Wilhelm ihn vor der Reparatur der Brücke nur mit Kavallerie erreichen konnte, und hielt einen solchen Angriff ohne Infanterieunterstützung für viel zu riskant. Mindestens ein Mann auf dem Feld wusste jedoch bereits, dass der Kurfürst würfeln wollte. Dieser Mann war Henning, der sich mit seiner winzigen Truppe bereits in Fehrbellin versteckt hielt, in der Hoffnung, die Schweden so lange wie möglich aufzuhalten.

Die Wartezeit war kurz. Kurz nach Waldemars Ankunft trafen die Vorhut der brandenburgischen Kavallerie unter Prinz Friedrich ein. Friedrich Wilhelm, noch unterwegs, befahl dem Prinzen, auf seine Ankunft zu warten, aber der Prinz war ungeduldig und befahl, die Schweden auf den letzten Beinen zu haben, einen sofortigen Angriff durch den strömenden Regen. Zunächst gelang es Friedrichs Kavallerie, die Verteidiger zurückzudrängen, doch die Schweden wehrten sich hartnäckig und brachten die Offensive schnell zum Erliegen.

Eine Uphill-Ladung

Gegen Mittag trafen Friedrich Wilhelm, Derfflinger und der Rest der brandenburgischen Kavallerie ein und erhöhten die Gesamtstärke des Kurfürsten auf etwa 7.000 Reiter gegen die ebenso zahlreichen Schweden. Waldemar besaß im Gegensatz zu Friedrich Wilhelm auch Infanterie und war damit entschieden im Vorteil. Unerklärlicherweise tat der schwedische Kommandant etwas Merkwürdiges. Anstatt seinen Sieg mit einem sofortigen Gegenangriff auszunutzen, befahl er seinen Truppen, stehen zu bleiben. Er war fest entschlossen, sich über die Brücke zurückzuziehen, egal was passierte. Waldemar erkannte seinen Fehler bald, als der Rest der brandenburgischen Kavallerie das Feld erreichte und schnell die Hügel gegenüber der schwedischen Rechten besetzte. Dies brachte Waldemars gesamte Armee in Gefahr, überflügelt zu werden. Waldemar blieb nichts anderes übrig, als anzugreifen – nur würde er jetzt gezwungen sein, einen exponierten Ansturm zu machen.

Frederick William positionierte seine 13 leichten Feldgeschütze auf dem Hügel, um einen feindlichen Gegenangriff vorzubereiten. Die 38 eigenen Kanonen der Schweden, von denen nur sieben einsatzbereit waren, könnten bei dem Angriff nicht helfen. Außerdem konnte die schwedische Linke, behindert durch die Sümpfe, dem Angriff kein zusätzliches Gewicht verleihen. Schon regnete die brandenburgische Artillerie den Schweden die Hölle heiß und trieb den jüngeren Wrangel zur Bewegung an. Die Männer des Kurfürsten würden nicht enttäuscht sein. Auf Waldemars Befehl stürmte eine Welle schwedischer Infanterie, gefolgt von Kavallerie, den Hügel hinauf. Trotz des Kanonenfeuers, das ihre Reihen durchbohrte, stürmten die Schweden wie verrückt und stellten den Ausgang der Schlacht in Frage. Sie erreichten den Gipfel des Hügels und eroberten die Brandenburger Artillerie. Es schien, dass der Glücksspiel-Kurfer in die Flucht geschlagen werden sollte.

Aber Friedrich Wilhelm hatte nicht die Absicht, die Niederlage demütig hinzunehmen. Er sammelte seine Männer, rannte an die Spitze der Reihe und rief: „Vorwärts! Dein Prinz und Hauptmann wird mit dir erobern oder wie ein Ritter sterben!“ In seinem Eifer fand sich der Kurfürst plötzlich von feindlichen Soldaten umgeben. Sein Stallmeister Emanuel Froben wurde niedergeschlagen, angeblich weil er auf dem Schimmel Friedrich Wilhelms geritten war (zur Sicherheit des Kurfürsten wurde ein Wechsel der Reittiere vorgenommen). Die Lage war schlimm, aber zu Friedrich Wilhelms großem Glück durchdrang eine Gruppe von neun Dragonern die feindlichen Reihen und befreite ihn von Schaden. Inzwischen hatte die Tapferkeit des Kurfürsten seine Männer begeistert, und die Brandenburger begannen, die Schweden zurückzudrängen. Sie erbeuteten ihre Geschütze, die zum Erstaunen aller nicht mit Stacheln versehen worden waren, und ergossen sich wütend den gegenüberliegenden Hang des Hügels hinab. Mit ihren Kanonen schlug die brandenburgische Kavallerie in die Überreste der ungeordneten schwedischen Rechten ein und schickte sie nach Fehrbellin flüchtend.

Die brandenburgischen Offiziere drängten Friedrich Wilhelm, die Stadt zu beleuchten, aber er tadelte sie und sagte: "Ich bin nicht gekommen, um mein Land zu zerstören, sondern um es zu retten." Stattdessen befahl der Kurfürst seinen Reitern, die schwedische Infanterie zu stürmen. Der darauf folgende Angriff scheiterte und die verzweifelten schwedischen Soldaten hielten stand. Friedrich Wilhelm brach weitere Offensiven ab und begnügte sich damit, den verbliebenen Schweden den Rückzug zu ermöglichen. Waldemar, der zufrieden war, die jetzt reparierte Brücke zu überqueren, tat dies anschließend in guter Ordnung und ließ acht seiner Kanonen zurück. Erschöpft durch tagelanges Reiten und Kämpfen, lehnten die Brandenburger die Verfolgung ab.

Triumph für Brandenburg

Der Sieg der Brandenburger bei Fehrbellin kostete nur 500 Mann. Die schwedischen Verluste waren viel höher, und sie würden durch die unaufhörlichen Bauernüberfälle noch mehr verlieren. Am Ende des Feldzugs standen Waldemar noch dürftige 4000 Mann zur Verfügung. Trotzdem behaupteten beide Seiten den Sieg. Friedrich Wilhelm feierte seine Vertreibung der Schweden, während Waldemar darauf bestand, dass seine blutigen Angriffe den Feind lange genug aufgehalten hatten, um den Großteil seiner Streitmacht zu retten. Psychologically, however, the triumph belonged to Brandenburg, which earned the distinction of being the first minor German state in modern times to deal such a stunning blow to a major European power.

Upon hearing the news of Fehrbellin, the people of Berlin immediately began referring to their ruler as the “Great Elector,” making it clear that they expected Frederick William to continue accomplishing great things. In the years following the battle, he did just that. During the final months of 1675, the Brandenburger army drove the Swedes into Mecklenburg, where Charles XI’s tormented army withered still further. Initially, a lack of allies forced the Brandenburgers to halt, but 1676 brought a renewal of fortune. Although Emperor Leopold continued to deny him any assistance, Denmark joined the elector in an alliance that would soon take the war into Sweden itself. Shortly afterward, a combined Dutch-Danish fleet intercepted the Swedish navy and wrecked nearly three-quarters of it. Without a strong maritime presence in the Baltic, Sweden’s army in Germany was cut off, giving Frederick William a decided advantage.

The elector utilized his opportunity to the fullest. During the subsequent campaign he successfully conquered Swedish Pomerania, capturing Stettin, Stralsund, and Greifswald in succession. Then, during the winter of 1678-1679, Frederick William equaled the brilliance of the Fehrbellin campaign when he marched his army across the frozen lagoons at Frisches Haff and Kurisches Haff to outflank the Swedes and force them to retreat from Prussia altogether.

Limited Gains

Unfortunately for Brandenburg, its gains would not reflect its military success. Although it had made a profound statement, Brandenburg remained a minor continental player, still subject to the whims of the larger powers. By 1678, the Dutch were trying to push Frederick William into making peace out of fear of the elector’s growing strength. Later that year they abandoned him altogether, forging with France the Treaty of Nymwegen. The Austrians signed for peace soon after. Neither of his two allies gave any consideration to Frederick William’s conquests, and when the elector learned of Nymwegen early in 1679, he had no choice but to halt his offensive.

Incensed by the betrayal, he vowed to fight the French alone, but when Louis dispatched an army toward Brandenburg, Frederick William conceded. On June 29, he reluctantly signed the Treaty of St. Germain, effectively wiping out all of his gains by restoring the conquered territories to Sweden. So angered was he by the Dutch Republic and Austria that he would consent to being an ally of hated France for the next six years.

Although stiffed at the peace negotiations, Brandenburg had made tremendous gains, establishing an army and a military tradition far greater than any of their German counterparts. After Fehrbellin, the Great Elector earned the leverage necessary to enlarge his peacetime army against the wishes of the noble estates. This made it much easier for Brandenburg, and later Prussia, to mobilize its military upon the outbreak of hostilities, giving it the ability to immediately compete with its neighbors. The seeds were thus sown for the dramatic growth of the army in generations to come. At the same time, the battle served to underscore Sweden’s gradual decline. Although it would again prove itself a force to be reckoned with under its next king, Charles XII, the Swedish empire, stretched thin and exposed as little more than a client state of France, was doomed to inevitable collapse. The daring horsemen of Frederick William had seen to that at Fehrbellin.


Battle of Fehrbellin, 18/28 June 1675 - History


A.) Prehistory of the War

This war to a large extent was the result of French diplomacy, attempting to divert attention from the war France fought against the Dutch Republic and the Holy Roman Empire since 1672. Sweden agreed, in return for French subsidies, to attack Brandenburg Poland, in the secret Treaty of Jaworow, agreed to attack the Brandenburgian Duchy in Prussia as soon as the ongoing Polish-Ottoman War was ended. She never had to act on that promise.

On Dec. 15th 1674, a Swedish army c. 12,000 men strong, coming from Swedish Pomerania, invaded Brandenburg, but suffered a crushing defeat in the Battle of Fehrbellin on June 28th 1675. Denmark and the Dutch Republic declared war on Sweden the Brandenburgers occupied Usedom and Wollin (1676), Stettin, Rügen, Greifswald, Stralsund (1678). The Danes, with support of the Dutch fleet, reoccupied Visborg on Gotland (May 1676), which they had lost to Sweden in 1645. The Danes also invaded Scania (June 1676), controlled the province by August. The Battle of Lund Dec. 4th 1676 was undecided. The Snapphanes (Scanians resenting Swedish rule Scania had been Danish until 1658) fought a guerilla war against Sweden. In 1679 a Brandenburg army appeared off the walls of Riga in Livonia. In 1678 the Emperor signed peace with France and withdrew his support of Brandenburg. On June 29th the PEACE OF ST. GERMAIN-EN-LAYE ended the war almost all conquests were returned, Brandenburg gaining only minor territory on the east bank of the Oder River.

The war and the peace were victories of French diplomacy. In the peace negotiations, Brandenburg and Denmark were deprived of the fruits of their efforts Sweden was lucky not to lose more territory. During the war, Brandenburg had stood loyally on the side of the Emperor Frederick William, the Great Elector, felt betrayed by the latter and now signed a treaty with France which guaranteed him an annual subsidy.
The King of Sweden blamed the poor showing on the Swedish side on the Swedish constitution in 1680 he introduced Absolutism in his country.


Events in History on June 28

Wahl von Interesse

1519 King Carlos I elected Holy Roman Catholic Emperor Charles V

    Duke of Bourbon occupies Province Spanish troops conquer Buren Earl Mauritius conquers Geertruidenberg Peace of Alès: Rights of French huguenots limited French colony of Guadeloupe established in the Caribbean Battle of Beresteczko between Poles and Ukrainians starts. Battle at Fehrbellin: Brandenburg army beats Sweden

Veranstaltung von Interesse

1762 Russian Tsarina Catherine II seizes power, declaring herself sovereign ruler of Russia

United States Declaration of Independence

1776 Final draft of Declaration of Independence submitted to Continental Congress

    Charleston, South Carolina repulses British sea attack Battle of Monmouth, New Jersey (General Washington beats Clinton) Mary Ludwig Hayes "Molly Pitcher" aids American patriots British troops land at Ensenada, Argentina Tomato is proven to be non-poisonous by Colonel Robert Gibbon eating a tomato on steps of courthouse in Salem, New Jersey Gerrit Moll measures noise of guns Three missionaries of the Paris Evangelical Missionary Society obtain permission from Chief Moshoeshoe (Moshesh) to found a mission station in Basutoland (now Lesotho)

Coronation of Queen Victoria

1838 Coronation of Queen Victoria in Westminster Abbey, London

    The Théâtre de l'Académie Royale de Musique in Paris premieres the ballet Giselle The Sigma Chi Fraternity was founded at Miami University 1st dog show held, in Newcastle upon Tyne, England Leipzig Observatory discovers short-period (6.2 yrs) Comet d'Arrest Day 4 of 7 Day Battle of Savage's Station [Garnett's Farm] in Virginia The Army of the Potomac is disbanded Amsterdam typographer strike

Veranstaltung von Interesse

1880 Australian bushranger Ned Kelly captured at Glenrowan

    Labor Day established as a holiday for US federal employees The Natal Legislature plans to introduce the Indian Franchise Bill, South Africa El Salvador, Honduras and Nicaragua form Central American Union

Veranstaltung von Interesse

1895 French painter Paul Gauguin leaves France for Tahiti for the second time

    Marquis C de Bonchamps' expedition reaches Gore Ethiopia US Congress authorizes Louisiana Purchase Expo $1 gold coin US buys concession to build Panama canal from French for $40 million Germany, Italy, and the Austro-Hungarian Empire renew their Triple Alliance for six more years International Anti-Military Cooperation (IAMV) forms in Amsterdam SS Norge runs aground and sinks off Rockall, North Atlantic, more than 635 die, largest maritime loss of life until Titanic 1st French air show, Concours d'Avation opens Joseph Caillaux forms government in France Potato entrepreneurs begins in Amsterdam 1st flight between Hawaiian Islands Treaty of Versailles, ending WWI and establishing the League of Nations, is signed in France The Irish Civil War starts when Irish Free State forces attack anti-treaty republicans in Dublin

Veranstaltung von Interesse

1923 Queen Wilhelmina and Prince Henry of the Netherlands state visit to London

    Tornado strikes Sandusky and Lorain, Ohio, killing 93 Mercedes Benz forms when the world's oldest automobile manufacturers DMG and Benz & Cie merge Alfred E Smith (NY-Governor) nominated for US President at Democratic Convention Friedrich Schmiedl attempts rocket mail in Austria (unsuccessful) 1st night game in Detroit at newly built Hamtramck Stadium as Negro League Detroit Stars take on KC Monarchs

Veranstaltung von Interesse

1934 Hitler flies to Essen (for Night of Long Knives)

Veranstaltung von Interesse

1935 FDR orders a federal gold vault to be built at Fort Knox, Kentucky

    Japanese puppet state of Mengjiang is formed in northern China Pan Am opens southern route transatlantic air service (Dixie Clipper) "Quiz Kids?" premieres on radio Romania cedes Bessarabia to Soviet Union German and Romanian soldiers kill 11,000 Jews in Kishinev German troops occupy Galicia, Poland Col-gen Von Hoth' 6th Pantser enters Voronezj Polish Provisional government of National Unity set up by Soviets Enrico de Nicola becomes 1st President of Italy British begin airlift “Operation Plainfare” to West Berlin North Korean forces capture Seoul, South Korea in opening phase of the Korean War 111°F (44°C) at Camden, South Carolina (state record)

Veranstaltung von Interesse

Veranstaltung von Interesse

1964 Organization for Afro-American Unity formed in New York by Malcolm X

Veranstaltung von Interesse

1965 1st US ground combat forces in Vietnam authorized by President Lyndon B. Johnson

    Dutch Princess Beatrice and Claus von Amsberg announce their engagement Israel annexes East Jerusalem Daniel Ellsberg indicted for leaking Pentagon Papers Police carry out an early morning raid on gay bar Stonewall Inn, Greenwich Village, NY about 400 to 1,000 patrons riot against police, it lasts 3 days. Beginning of the modern LGBT rights movement Around 500 Catholic workers at the Harland and Wolff shipyard are forced to leave their work by Protestant employees as serious rioting continues in Belfast Lawsuit in Detroit challenges Little League's "no girls" rule New Zealand ship HMNZS Otago sails for Mururoa nuclear test zone after France’s refusal to accept an International Court of Justice injunction against its atmospheric nuclear testing Northern Ireland Assembly elections take place Fall of earth and rocks kill 200 (Quebrada Blanca Canyon, Colombia)

Veranstaltung von Interesse

    Bridge section along I-95 in Greenwich, Connecticut collapses, killing 3 NASA launches Galaxy-A Former member of South African Congress of Trade Unions (SACTU), Jeannette Schoon, and her six-year-old daughter, Katryn, are killed by a letter bomb at Lubango, in northern Angola Discovery ferried back to Kennedy Space Center via Bergstrom AFB, Tx Irish population condemns divorce Kenneth and Nellie Pike challenge Ala Dem runoff win by AG C Graddick West European leaders, meeting in the Netherlands, delay indefinitely imposing economic sanctions against South Africa South Africa signs the Nuclear Non-Proliferation Treaty 2 earthquakes, including 3rd strongest in US (7.4) rock California

Veranstaltung von Interesse

2009 Professor Stephen Hawking hosts a 'party for time travellers' at the University of Cambridge, not sending out the invites until after the party

Wahl von Interesse

2011 Christine Lagarde becomes the 1st women to be elected head of the International Monetary Fund (IMF)

    A series of car bombs in Iraq kills 14 and injures 50 people David Sweat shot and captured near Canadian border. 2nd prisoner to escape maximum-security Clinton Correctional Facility June 6 Greek Credit Crisis: Greek government says banks closed for a week and ATM withdrawals restricted after European Central Bank refused to supply emergency funds Suicide bombings and gun attacks at Istanbul's Ataturk Airport kill 42 and wound more than 200 Wilshire Grand Center becomes the tallest building in Los Angeles and in the US west of the Mississippi at 1,100 ft

Veranstaltung von Interesse

2017 China’s president, Xi Jinping begins 3 day trip to Hong Kong to mark 20 years since the territory handed back to China


Birthdays in History

    Louis de Rouvroy, duc de Saint-Simon, French writer (Mémoires), born in Paris (d. 1755) Franz Xaver Josef von Unertl, Bavarian politician (d. 1750) Guillaume Delisle, French cartographer (d. 1726) Benedict XIV [Prospero L Lambertini], Italian Pope (1740-58) Humphry Ditton, English mathematician, born in Salisbury, England (d. 1715) Francesco Scipione, marchese di Maffei, Italian archaeologist (d. 1755) Mary Walcott, American accuser at the Salem witch trials, born in Salem, Massachusetts (d. 1720) Claude Alexandre de Bonneval, French soldier (d. 1747) William Somervile, English poet (d. 1742) Paul Dudley, Attorney-General of Massachusetts, born in Roxbury, Massachusetts (d. 1751) Samuel Clarke, English philosopher and theologian, born in Norwich, England (d. 1729) Emperor Higashiyama of Japan (d. 1710) Richard Temple, 1st Viscount Cobham, English soldier and politician, born in Parchim, Mecklenburg-Schwerin, Germany (d. 1749)

Frederick William and Fehrbellin in 1675

In December 1640, when Frederick William acceded to the throne, Brandenburg was still under foreign occupation. A two-year truce was agreed with the Swedes in July 1641, but the looting, burning and general misbehaviour continued. In a letter of spring 1641, the Elector’s viceroy, Margrave Ernest, who carried the responsibility for administering the ruined Mark, offered a grim synopsis:

The country is in such a miserable and impoverished condition that mere words can scarcely convey the sympathy one feels with the innocent inhabitants. In general, We think that the cart has been driven so deep into the muck, as they say, that it cannot be extricated without the special help of the Almighty.

The strain of overseeing the anarchy unfolding in Brandenburg ultimately proved too much for the margrave, who succumbed to panic attacks, sleeplessness and paranoid delusions. By the autumn of 1642, he had taken to pacing about in his palace muttering to himself, shrieking and throwing himself to the floor. His death on 26 September was ascribed to ‘melancholy’.

Only in March 1643 did Frederick William return from the relative safety of Königsberg to the ruined city of Berlin, a city he scarcely recognized. Here he found a population depleted and malnourished, and buildings destroyed by fire or in a parlous state of repair. The predicament that had bedevilled his father’s reign remained unsolved: Brandenburg had no military force with which to establish its independence. The small army created by Schwarzenberg was already falling apart and there was no money to pay for a replacement. Johann Friedrich von Leuchtmar, a privy councillor and the Elector’s former tutor, summarized Brandenburg’s predicament in a report of 1644: Poland, he predicted, would seize Prussia as soon as it was strong enough Pomerania was under Swedish occupation and likely to remain so Kleve in the west was under the control of the Dutch Republic. Brandenburg stood ‘on the edge of the abyss’.

In order to restore the independence of his territory and press home his claims, the Elector needed a flexible, disciplined fighting force. The creation of such an instrument became one of the consuming preoccupations of his reign. The Brandenburg campaign army grew dramatically, if somewhat unsteadily, from 3,000 men in 1641–2, to 8,000 in 1643–6, to 25,000 during the Northern War of 1655–60, to 38,000 during the Dutch wars of the 1670s. During the final decade of the Elector’s reign, its size fluctuated between 20,000 and 30,000. Improvements in tactical training and armaments modelled on French, Dutch, Swedish and imperial best practice placed the Brandenburg army close to the cutting edge of European military innovation. Pikes and pikemen were phased out and the cumbersome matchlock guns carried by the infantry were replaced by lighter, faster-firing flintlocks. Artillery calibres were standardized to allow for the more flexible and efficient use of field guns, in the style pioneered by the Swedes. The foundation of a cadet school for officer recruits introduced an element of standardized professional formation. Better conditions of employment – including provision for maimed or retired officers – improved the stability of the command structure. These changes in turn improved the cohesion and morale of the non-commissioned ranks, who distinguished themselves in the 1680s by their excellent discipline and low rates of desertion.

The improvised forces assembled for specific campaigns during the early years of the reign gradually evolved into what one could call a standing army. In April 1655, a General War Commissioner (General-kriegskommissar) was appointed to oversee the handling of financial and other resources for the army, on the model of the military administration recently introduced in France under Le Tellier and Louvois. This innovation was initially conceived as a temporary wartime measure and only later established as a permanent feature of the territorial administration. After 1679, under the direction of the Pomeranian nobleman Joachim von Grumbkow, the General War Commissariat extended its reach throughout the Hohenzollern territories, gradually usurping the function of the Estate officials who had traditionally overseen military taxation and discipline at a local level. The General War Commissariat and the Office for the Domains were still relatively small institutions in 1688 when the Elector died, but under his successors they would play a crucial role in toughening the sinews of central authority in the Brandenburg-Prussian state. This synergy between war-making and the development of state-like central organs was something new it became possible only when the war-making apparatus was separated from its traditional provincial-aristocratic foundations.

The acquisition of such a formidable military instrument was important, because the decades that followed the end of the Thirty Years War were a period of intense conflict in northern Europe. Two foreign titans overshadowed Brandenburg foreign policy during the Elector’s reign. The first was King Charles X of Sweden, a restless, obsessive figure with expansionist dreams who seemed bent on trumping the record of his illustrious predecessor Gustavus Adolphus. It was Charles X’s invasion of Poland that started the Northern War of 1655–60. His plan was to subdue the Danes and the Poles, occupy Ducal Prussia and then march south at the head of a vast army to sack Rome in the manner of the ancient Goths. Instead, the Swedes became bogged down in a bitter five-year struggle for control of the Baltic littoral.

After the death of Charles X in 1660 and the ebbing of Swedish power, it was Louis XIV of France who dominated Brandenburg’s political horizons. Having assumed sole regency after the death of Cardinal Mazarin in 1661, Louis expanded his combined wartime armed forces from 70,000 to 320,000 men (by 1693) and launched a sequence of assaults to secure hegemony in western Europe there were campaigns against the Spanish Netherlands in 1667–8, the United Provinces in 1672–8 and the Palatinate in 1688.

In this dangerous environment, the Elector’s growing army proved an indispensable asset. In the summer of 1656, Frederick William’s 8,500 troops joined forces with Charles X to defeat a massive Polish-Tartar army in the battle of Warsaw (28–30 July). In 1658, he changed sides and campaigned as an ally of Poland and Austria against the Swedes. It was a sign of Frederick William’s growing weight in regional politics that he was appointed commander of the Brandenburg-Polish-imperial allied army raised to fight the Swedes in 1658–9. A chain of successful military assaults followed, first in Schleswig-Holstein and Jutland and later in Pomerania.

The most dramatic military exploit of the reign was Frederick William’s single-handed victory over the Swedes at Fehrbellin in 1675. In the winter of 1674–5, the Elector was campaigning with an Austrian army in the Rhineland as part of the coalition that had formed to contain Louis XIV during the Dutch wars. In the hope of securing French subsidies, the Swedes, allies of the French, invaded Brandenburg with an army of 14,000 men under the command of General Karl Gustav Wrangel. It was a scenario that awakened memories of the Thirty Years War: the Swedes unleashed the usual ravages on the hapless population of the Uckermark, to the north-east of Berlin. Frederick William reacted to news of the invasion with undisguised rage. ‘I can be brought to no other resolution,’ the Elector told Otto von Schwerin on 10 February, ‘than to avenge myself on the Swedes.’ In a series of furious despatches, the Elector, who was bedridden with gout, urged his subjects, ‘both noble and non-noble’, to ‘cut down all Swedes, wherever they can lay their hands upon them and to break their necks [… ] and to give no quarter’.

Frederick William joined his army in Franconia at the end of May. Covering over one hundred kilometres per week, his forces reached Magdeburg on 22 June, just over ninety kilometres from the Swedish headquarters in the city of Havelberg. From here, the Brandenburg command could establish through local informants that the Swedes were strung out behind the river Havel, with concentrations in the fortified cities of Havelberg, Rathenow and Brandenburg. Since the Swedes had failed to register the arrival of the Brandenburg army, the Elector and his commander Georg Derfflinger had the advantage of surprise, and they resolved to attack the Swedish strongpoint at Rathenow with only 7,000 cavalry a further 1,000 musketeers were loaded on to carts so that they could keep pace with the advance. Heavy rain and muddy conditions impeded their progress but also concealed them from the unsuspecting Swedish regiment at Rathenow. In the early morning of 25 June, the Brandenburgers attacked and destroyed the Swedish force with only minimal casualties on their own side.

The collapse of the Swedish line at Rathenow set the scene for the Battle of Fehrbellin, the most celebrated military engagement of the Elector’s reign. In order to restore cohesion to their position, the Swedish regiment in Brandenburg City pulled back deep into the countryside with the intention of sweeping to the north-west to join up with the main force at Havelberg. This proved more difficult than they had expected, because the heavy spring and summer rains had transformed the marshes of the area into a treacherous waterland broken only by islands of sodden grass or sand and criss-crossed by narrow causeways. Guided by locals, advance parties of the Electoral army blocked the main exits from the area, and forced the Swedes to fall back on the little town of Fehrbellin on the river Rhin. Here their commander, General Wrangel, deployed his 11,000 men in defensive fashion, setting the 7,000 Swedish infantry in the centre and his cavalry on the wings.

Against 11,000 Swedes the Elector could muster only around 6,000 men (a substantial part of his army, including most of his infantry, had not yet arrived in the area). The Swedes disposed of about three times as many field guns as the Brandenburgers. But this numerical disadvantage was offset by a tactical opportunity. Wrangel had neglected to occupy a low sandhill that overlooked his right flank. The Elector lost no time in positioning his thirteen field guns there and opening fire on the Swedish lines. Seeing his error, Wrangel ordered the cavalry on his right wing, supported by infantry, to take the hill. For the next few hours the battle was dominated by the ebb and surge of cavalry charge and counter-charge as the Swedes attempted to seize the enemy guns and were thrown back by the Brandenburg horse. A metaphorical fog of war shrouds all such encounters it was thickened on this occasion by a literal summer mist of the kind that often gathers in the marshes of the Havelland. Both sides found it difficult to coordinate their forces, but it was the Swedish cavalry that gave way first, fleeing from the field and leaving their infantry – the Dalwig Guards – exposed to the sabres of the Brandenburg horse. Of 1,200 Guards, twenty managed to escape and about seventy were taken prisoner the rest were killed. On the following day, the town of Fehrbellin itself was seized from a small Swedish occupation force. There was now a great fleeing of Swedes across the Mark Brandenburg. Considerable numbers of them, more perhaps than fell on the field of battle, were hacked to death in opportunist attacks by peasants as they made their way northwards. A contemporary report noted that peasants in the area around the town of Wittstock, not far from the border with Pomerania, had slain 300 Swedes, including a number of officers: ‘although several of the latter offered 2000 thalers for their lives, they were decapitated by the vengeful peasants.’21 Memories of the ‘Swedish terror’ still vivid in the older generation played a role here. By 2 July, every last Swede who had not been captured or killed had left the territory of the Electorate.

Victories of the kind achieved at Warsaw and Fehrbellin were of enormous symbolic importance to the Elector and his entourage. In an era that glorified successful warlords, the victories of Brandenburg’s army magnified the prestige and reputation of its founder. At Warsaw, Frederick William had stood in the thick of the fighting, repeatedly exposing himself to enemy fire. He wrote an account of the event and had it published in The Hague. His notes on the battle formed the basis for the relevant passages in Samuel Pufendorf’s history of the reign – a comprehensive and sophisticated work that marked a new departure in Brandenburg historiography. All this bore witness to a heightened historical self-consciousness, a sense that Brandenburg had begun to make – and to narrate – its own history. In his ‘royal memoirs’, a text intended for the eyes of his successor, Louis XIV observed that kings owe an account of their actions ‘to all ages’. The Great Elector never unfolded a cult of historicized self-memorialization to rival that of his French contemporary, but he too began consciously to perceive himself and his achievements through the eyes of an imagined posterity.

At Warsaw in 1656 the Brandenburgers had shown their mettle as coalition partners at Fehrbellin nineteen years later the Elector’s army, though outnumbered and forced to advance at lightning speed, prevailed without aid over an enemy with an intimidating European reputation. Here too the Elector, now a stout man of fifty-five, stayed at the centre of the action. He joined his riders in assaults on the Swedish lines until he was encircled by enemy troops and had to be cut free by nine of his own dragoons. It was after the victory at Fehrbellin that the soubriquet ‘the Great Elector’first appeared in print. There was nothing particularly remarkable in that, since broadsheets extolling the greatness of rulers were commonplace in seventeenth-century Europe. But unlike so many other early-modern ‘greats’ (including the abortive ‘Louis the Great’, propagated by the sycophantic pamphleteers of the sun-king ‘Leopold the Great’ of Austria and ‘Maximilian the Great’, usage of which is now confined to die-hard Bavarian monarchist circles) this one survived, making Elector Frederick William the only non-royal early-modern European sovereign who is still widely accorded this epithet.

With Fehrbellin, moreover, a bond was forged between history and legend. The battle became a fixture in memory. The dramatist Heinrich von Kleist chose it as the setting for his play Der Prinz von Homburg, a fanciful variation on the historical record, in which an impulsive military commander faces a death sentence for having led a victorious charge against the Swedes despite orders to hold back, but is pardoned by the Elector once he has accepted his culpability. To the Brandenburgers and Prussians of posterity, Frederick William’s predecessors would remain shadowy, antique figures imprisoned within a remote past. By contrast, the ‘Great Elector’ would be elevated to the status of a three-dimensional founding father, a transcendent personality who both symbolized and bestowed meaning upon the history of a state.


Data for 1675

The Prime Meridian passing through it, the Royal Greenwich Observatory gave its name to Greenwich Mean Time, the precursor to UTC

In the year 1675, Native American Christian John Sassamon from the Massachusett tribe is killed (Jan 29), the killers convicted (Jun 8), and this helps spark the conflict known as King Philip’s (Metacomet) War, breaking out as the Wampanoags attack Swansea in Massachusetts (Jun 24), Brandenburg defeats the Swedes in the Battle of Fehrbellin (Jun 28), construction of the Royal Greenwich Observatory in London begins (Aug 10), the Narragansetts sign a treaty with the English in Boston (Sep 18), United colonial forces attack the Narragansetts at the Great Swamp Massacre in New England (Dec 19), the American Indian Wars go on – and all these fine people were born:

1675-xxxx Erik Cajanus* teacher/ editor/bishop – Sotkamo, Sweden-Finland (1737/c.62)

1675-0114 Marie Karoline von Fuchs-Mollard* the governess of Maria Theresa of Austria – Vienna, Austria (1754/79)
1675-0127 Erik Benzelius the younger* priest/librarian/Archbishop of Uppsala – Uppsala, Sweden (1743/68)

1675-0214 Johann Cyriak Hackhofer* painter – Wilten, Tirol, Austria (1731/56)
1675-0228 Guillaume Delisle* cartographer – Paris, France (1726/50)

1675-0328 Johann Wilhelm* Duke of Saxe-Jena – Jena, Holy Roman Empire (1690/15)

1675-0403 Guillermo Mesquida* painter – Palma de Mallorca, Spain (1747/72)

1675-0509 Anders Örbom* soldier/POW in Siberia – Örebro, Sweden (1740/65)

1675-0817 Johann Adolph Wedel* physician – Jena, Holy Roman Empire (1747/71)

1675-0902 William Somerville* poet – Staffordshire, England (1742/66)
1675-0903 Paul Dudley* jurist/ Attorney-General of the Province of Massachusetts Bay – Roxbury, Massachusetts (1751/75)

1675-1011 Samuel Clarke* philosopher/clergyman – Norwich, England (1729/53)
1675-1021 Higashiyama* 東山天皇 the 113th emperor of Japan – Japan (1710/34)

1675-1115 Caspar König* German organ builder – Ingolstadt, Holy Roman Empire (1765/89)
1675-1129 Carlo Bartolomeo Rastrelli* Italian sculptor/architect – Florence, Grand Duchy of Tuscany (1744/68)

1675-1228 Heinrich Klausing* German mathematician/astronomer/ polymath – Herford, Holy Roman Empire (1745/69)


Fehrbellin - Encyclopedia

FEHRBELLIN, a town of Germany, in the kingdom of Prussia, on the Rhine, 40 m. N. W. from Berlin on the railway to NeuRuppin. Pop. (1905) 1602. It has a Protestant and a Roman Catholic church and some small industries, among them that of wooden shoes. Fehrbellin is memorable in history as the scene of the famous victory gained, on the 18th of June 1675, by the great elector, Frederick William of Prussia, over the Swedes under Field-Marshal Wrangel. A monument was erected in 1879 on the field of battle, near the village of Hakenberg, to commemorate this great feat of arms.

See A. von Witzleben and P. Hassel, Zum 200 jdhrigen Gedenktag von Fehrbellin (Berlin, 1875) G. Sello, "Fehrbellin," in Deutsche Zeitschrift fur Geschichtswissenschaften, vii. M. Johns, "Der Grosse Kurfurst bei Fehrbellin, &c.," in Hohenzollern Jahrbuch, 'Feijoo Y Montenegro, Benito Jeronimo' (1676-1764), Spanish monk and scholar was born at Santa Maria de Melias, near Orense, on the 8th of October 1676. At the age of twelve he entered the Benedictine order, devoted himself to study, and waged war against the superstition and ignorance of his countrymen in the Teatro critico (1726-1739) and the Cartas eruditas (1742-1760). These exposures of a retrograde system called forth embittered protests from narrow-minded patriots like Salvador Jose Maner, and others but the opposition was futile, and Feij60's services to the cause of knowledge were universally recognized long before his death, which took place at Oviedo on the 26th of September 1764. He was not a great genius, nor a writer of transcendent merit his name is connected with no important discovery, and his style is undistinguished. But he uprooted many popular errors, awakened an interest in scientific methods, and is justly regarded as the initiator of educational reform in Spain.

Encyclopedia Alphabetically

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Attractions

  • Small memorial (built in 1800 on the initiative of Friedrich Eberhard von Rochow , "Erbherr auf Reckahn " but soon expired), which stands on the country road (parcel Auf dem Lehmberge ) where the Swedish battle line was broken.

After collecting the necessary funds, the Fehrbellin and Surrounding Warrior Association initiated the renewal of the vase pedestal. The monument was consecrated on August 23, 1857. The monument was renewed in 2002.


Famous Deaths In 1675

Famous People Died In This Year In History

Feb 09 Gerard Dou, Dutch painter, buried died on this day in history.

Mar 18 In the year 1675 death of arthur Chichester, 1st Earl of Donegall, Irish soldier (b. 1606)

Apr 12 Richard Bennett, British Colonial Governor of Virginia (b. 1609) died on this day in history.

May 18 Jacques Marquette jesuit/missionaries (Chicago), dies at 37 on this day in history.

May 27 Gaspard Dughet, French painter (b. 1613) died on this day in history.

Jun 12 In the year 1675 charles Emanuel II, Duke of Savoy (1638-75), dies at 40

Jul 25 In the year 1675 nicolas Saboly, composer, dies at 61

Jul 27 On this day in history henri de La Tour d'Auvergne Vicomte de Turenne, gen (France), dies


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